Der Winter 2010 ist nun endgültig Geschichte und der Sommer klopft mal wieder mit geballtem schönen Wetter an die Fensterscheibe. Und auch bei mir wird es mit dem begonnenen Sommersemester zahlreiche Veränderungen im Studium, Sport und Firma geben.
In den letzten Semestern hat mein Studium immer mehr meiner Zeit in Anspruch genommen. Trotzdem konnte ich im Jahr 2009 einen neuen Umsatzrekord mit meiner Firma erzielen. Wirtschaftskrise… nicht vorhanden. Auch der Auftragseingang war theoretisch ein unglaublicher Erfolg: Nicht nur die Masse an Aufträgen war faszinierend, auch das Volumen der einzelnen Anfragen war atemberaubend. Und dieses mir entgegen gebrachte Vertrauen macht mich unglaublich stolz und wird mir lange in Erinnerung bleiben. Allerdings habe ich damit auch meine Grenzen erkennen müssen: meine eigene Leistungsfähigkeit. Den auch im Studium wuchsen die Aufgaben. Die Priorität liegt jedoch eindeutig auf dem Erlangen des Diploms. Damit musste ich im vergangen Jahr schweren Herzens zahlreiche und teilweise extrem interessante Angebote ablehnen und mich auf mein engstes Stammklientel konzentrieren.
Aber es hat sich gelohnt! Mit super Ergebnissen im vergangenen Halbjahr bin meinem Studienabschluss nun ganz nah gekommen. Dieses Semester warten lediglich ein paar vereinzelte kleinere Wahlpflicher auf mich. Hauptaufgabe ist nun die Anfertigung meiner Studienarbeit, bevor ich im Wintersemester dann mein Fachpraktikum absolviere. Eventuell habe ich sogar die Möglichkeit in Dresden meine praktische Erfahrung zu sammeln. Die kommende Woche wird mit Bonding, der “Konferenz Elektrotechnik, Leittechnik und Informationstechnik in Kraftwerken” und einem Bewerbungsgespräch sicher weitere Erkenntnisse für meinen weiteren Weg liefern.
Und da sich das Praktikum größtenteils mit der Volleyballsaison decken wird, hat diese Entscheidung natürlich auch Auswirkungen auf das Team, bei dem ich nächste Saison aufschlagen werde. Beim VC Dresden bin ich in den vergangenen zwei Jahren heimisch geworden. Hier konnte ich meine sportlichen Grenzen weit über das hinaus verschieben, was ich je für möglich gehalten hätte. Im Umfeld von Leistungssportlern habe ich gelernt, mich durchzusetzen. Unter den Fittichen von Jan Pretscheck, Steffen Rückert und Robert Eckelt habe ich mich von einem Ergänzungsspieler (mit allen Chancen und Nachteilen dieses Status) zum Stammspieler gemausert. Das Aufstiegsturnier für die zweite Bundesliga in Grafing durfte ich dann sogar als Mannschaftskapitän bestreiten. Trotz der sportlichen Irrelevanz (zu 99% dürfen wir gar nicht aufsteigen, weil unsere erste Mannschaft bereits in der 2. Bundesliga spielt) war dieses Wochenende in der wunderschönen bayerischen Idylle vor einem atemberaubenden Publikum für mich ein unvergesslicher Abschluss nicht nur der vergangenen Saison, sondern der anstrengenden, aber herrlichen letzten Jahre.
Wo und wie ich in den nächsten Jahren aufschlagen werde (im wortwörtlichen und im übertragenen Sinn) wird sich also in nächsten Wochen und Monaten entscheiden. Auf jeden Fall deutet alles darauf hin, dass auch die kommenden Jahre spannend werden. Ich freu mich!
