Es war wieder Sonntag Abend und die sechste Runde wurde für Feinschmecker, Schlemmerer und Kritiker eröffnet.
Aber immer der Reihe nach. Zunächst ein kurzer Abriss zu der Historie dieser regelmäßigen Festlichkeit. Alles begann mit der Einladung einiger Freunde von Hannes zu einem selbst zubereiteten Dinner. Dieses sollte die Maßgabe erfüllen, einen netten Abend zu veranstalten und die Gäste mit italienischer Kochkunst zu beeindrucken. Da dies von Kerstin als Kampfansage wahrgenommen wurde, traf man sich in ähnlicher Runde eine Woche später, um auch ihre Fähigkeiten zu begutachten. Was nun folgte, ist mit dem Kochlöffel leichter zu schwingen als mit Worten niederzuschreiben: Meßlatten wurden hochgelegt, Erwartungen übertroffen, für Überraschung gesorgt… und vor allem (!) der Hunger gestillt
So waren es diesmal Diana und Gordon die sich die Ehre gaben, die Besucher zu verwöhnen. Und um es gleich vorweg zu nehmen – sie taten es tatsächlich! Unter einem 3-Gänge Menü scheint sich keiner mehr zu trauen und so wurde auch diesmal eine Vorsuppe, ein Hauptgang und ein Dessert serviert.
Die Tomatencreme-Suppe als Vorspeise war geschmacklich einwandfrei, entlockte
dem geübten Kenner aber lediglich ein warmes Lächeln. Mit dem Servieren des Hauptganges wurde aber schnell klar, dass der bewusste Tiefstart in Kauf genommen worden war. Ein selbstgemachter Braten war ein bisheriges Novum bei dieser Veranstaltung. Zu viel Angst hatten die bisherigen Köche. Aber getreu nach dem Motto “Gott hasst Feiglinge”, wurde diese Aufgabe bravourös gemeistert. Was nun folgte war für den einen ein skandalöser Akt und für den anderen ein Meisterwerk.
Die Nachspeise… Worte diese beschreiben sind noch nicht erfunden worden. Darum gehe ich lieber auf die Reaktion der Gäste ein. Die Kinnlade klappte zeitgleich herunter. Der staunende Blick hielt etwas unterschiedlich an, bis schließlich der Hunger und die Neugier triumphierten.
Im Gegensatz zu manch anderem Koch-Duell im Fernsehen werden keine Punkte durch die Gäste vergeben. Aber bei diesen Treffen ist sowieso einiges anders. So gibt es natürlich Regeln, an die sich der Küchenchef halten muss. Diese werden demnächst veröffentlicht. Hinzu kommt, dass in Erwägung gezogen werden sollte, ein Gremium einzuführen, dass deren Einhaltung auch garantiert.
hat das gremium die aufgabe wenn selbsternannte meisterköche ihre arbeit an andere Gäste abtreten?
man sollte aber die nicht erwähnten fehlschläge von vielfräßen und pupsenden gästen kennen… und sie nicht mit todschweigen strafen.
lustig sind sie allemal…
na dann weiterhin guten appetit und gutes gelingen!
der gast
Kommentar von ein gast der tafel — Oktober 29, 2009 @ 23:39