Am 1. und 2. Oktober 2009 fand in der Dresdner Informatikfakultät der jährliche Workshop Gemeinschaften in Neuen Medien (GeNeMe’09) statt. Diese Gelegenheit konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen und habe zusammen mit Hannes M. die von zahlreichen namhaften Firmen unterstützte Veranstaltung besucht.
Die Keynote zum Beginn der Veranstaltung übernahm F. Schönefeld von T-Systems Multimedia Solutions und weckte mit einem Vortrag über die aktuellen Anwendungen und Möglichkeiten aktueller Webapplikationen die Aufmerksamkeit der Zuhörer.
Wie das Programm bereits vermuten lässt, standen anschließend neben wirtschaftlichen Aspekten auch soziale und gesellschaftliche Gesichtspunkte bzw. aktuelle Forschungsprojekte rund um das Internet auf dem Plan. So war der für mich interessanteste Vortrag “Entstehung von Innovationen in Open-Source-Netzwerken am Beispiel von Open Simulator”. Obwohl Soziologie normalerweise nicht zu meinen Fachgebieten gehört, konnte ich hier sehr viel spannendes über die Erforschung von sozialen Verknüpfungen lernen. Vereinzelt wurden auch technische Sachverhalte oder Konzepte angesprochen.

Ich zu Besuch bei der GeNeMe
Dabei war der interessanteste Beitrag auch gleichzeitig der letzte der Veranstaltung. Am Freitag Nachmittag zog Marius Brade mit “Braindump – Konzept eines visuellen Systems für das Wissensmanagement am Beispiel der Verwaltung von Internetquellen” noch einmal alle verbliebenen Zuhörer in seinen Bann. Leider ist diese neue Art der Lesezeichenverwaltung etc. noch im Forschungsstadium, hat aber mit Sicherheit gute Chancen auch praktisch umgesetzt zu werden. Auch bei vielen anderen Vorträgen handelte es sich um aktuelle Forschungsergebnisse oder gar Planungen für zukünftige Forschungen. Dies führte allerdings leider teilweise zu einem mangelnden Praxisbezug der Präsentationen.
Die Organisation der Veranstaltung war, wie zu erwarten, nahezu perfekt. Parallel laufende Vorträge zu verschiedenen Themengebieten (s.g. Sessions) ermöglichten fast immer die Auswahl aus 3 interessanten Präsentationen.


Man könnte vielleicht noch erwähnen, dass die meisten Vorträge sich auf anlaufende Forschungsprojekte bezogen, wo es meist noch keine praktischen Ergebnisse gab. Aber trotzdem war es ganz interessant das Web 2.0 aus verschiedenen Standpunkten zu sehen.
Btw, ist mein Hemd noch dunkelblau oder inzwischen wieder trocken… äh.. hell?
Kommentar von Hanns — 23. Oktober 2009 @ 16:29
Bzgl. der Forschungsprojekte hast du natürlich Recht! Ich habe gleich nochmal einen kleinen Hinweis dazu in den Text eingefügt.
Tja, und dein Hemd… ich hätte nicht gedacht, dass ein Hemd seine Farbe so stark wechseln kann
Kommentar von Kay Smarczewski — 23. Oktober 2009 @ 16:45