Ganze 10 Tage ist der große Brand in der Praxis meines Vaters vom 9. Februar jetzt her. Doch der Schock sitzt noch immer tief. Fassungslosigkeit macht sich breit, wenn man vor dem Gebäudewrack steht.
Brandursache
Laut Presseberichten (siehe Links in meinem ersten Blog) ist mitlerweile auch die Brandursache bekannt: Ein Bewohner des Hauses im obersten Stockwerk könnte einen Aschenbecher in einer Plastiktüte auf dem Balkon entsorgt haben, welche sich anschließend entzündete. Über den Holzbalkon arbeitete sich das Feuer schnell in den Dachstuhl, wo keinerlei Feuerwände oder ähnliches vorhanden waren.
Immenser Wasserschaden
Das Feuer selbst hat die Praxis verschont. Doch große Rissen im Mauerwerk zeugen davon: hier ist nichts mehr zu retten. Der Schaden durch das Löschwasser und den Spezialschaum der Feuerwehr ist immens. Laut erster Gutachten sind sämtliche Geräte beschädigt und stark kontaminiert. Nachdem die Kriminalpolizei die Signale auf grün gestellt hat, wird mit Hilfe einer Erfurter Firma die Praxis zur anschließenden genausten fachmännischen Untersuchung leergeräumt. Was kann wieder dekontaminiert und fit gemacht werden? Was ist nur noch ein Fall für den Sondermüll? Wann kann man mit Ergebnissen rechnen? Die Sorgenfalten bei meinen Eltern sind tief.
Die Versicherungen halten sich zurück
Natürlich hat der Streit mit den Versicherungen bereits begonnen. Alle Hoffnungen für einen Neuanfang an anderer Stelle ruhen auf den Ausgleichszahlungen selbiger. Doch diese tun sich schwer. Bis jetzt wurden noch keine Zusagen gemacht, denn es geht um viel Geld. Mittel, die notwendig für den Wiederaufbau und die Fortführung der Praxis wären. Das Lebenswerk, die Existenzen und Arbeitsplätze von 4 Schwestern und Zahnarzt stehen auf dem Spiel.
Gesucht: neue Räume
Dass es an alter Stelle nicht weiter gehen kann ist allen bewusst. Im Hintergrund läuft gleichzeitig die Suche nach einer neuen Bleibe. Viel Hilfe wurde angeboten, ein paar Räume stehen zur Auswahl. Doch einen neuen Mietvertrag kann trotz reglicher Bemühungen noch nicht vorgewiesen werden.
Aber eins kann der geneigte Leser sicher raushören: Wir werden alles erdenkliche dafür tun, dass es weitergeht!
Hinweise
Die Praxisbelegschaft ist auch weiterhin über die Telefonnummer 03628 602601 für Sie zu erreichen und gibt gern Auskünfte und Hinweise. Für Schmerzpatienten hält mein Vater (Frank Smarczewski
) jeweils Dienstags von 14 bis 17 Uhr eine vorübergehende Sprechstunde in der
ZA Praxis Wulf, Längwitzer Str.1 in Arnstadt.